In einem Flüchtlingsheim nahe Halbe im Landkreis Dahme-Spreewald hat ein 28-jähriger Deutscher am Dienstagabend Reizgas versprüht. Der Mann ist Mitarbeiter einer dort tätigen Baufirma. Nach Angaben der Polizei stand er unter Drogen. Er habe Amphetamine und Methamphetamin genommen, sagte eine Polizeisprecherin. Am Dienstagabend sei er über die Gänge gelaufen und habe mit Pfefferspray gesprüht.

Insgesamt 40 Bewohner klagten über Reizungen der Augen und Atemwege, 14 Verletzte kamen vorsorglich in umliegende Krankenhäuser, darunter 5 Kinder. 102 Rettungskräfte waren im Einsatz, darunter 5 Notärzte.

Wie die Polizei mitteilte, liegt das zum Ortsteil Massow gehörende Flüchtlingsheim abgeschieden mitten im Wald. Derzeit leben dort mehr als 300 Menschen.

Der Bauarbeiter war mit Arbeiten auf dem Gelände einer ehemaligen Kaserne im Ortsteil Massow beschäftigt, die als Flüchtlingsunterkunft genutzt wird. Dort wohnte er mit anderen Flüchtlingen in einem ehemaligen Hotel. In die Ermittlungen wurde auch der Staatsschutz eingeschaltet.