Nach Einschätzung von US-Ermittlern hatten die zwei Täter des Amoklaufs in Kalifornien möglicherweise noch mehr Anschläge geplant. Den Schluss lege zumindest das gewaltige Waffenarsenal nahe, das das FBI im Haus der mutmaßlichen Schützen gefunden habe. Dort seien 5.000 Schuss Munition und zwölf Rohrbomben sichergestellt worden. Zudem sei weiteres Material zum Bombenbau gefunden worden. "Sie hätten eine weitere Attacke verüben können. Wir haben sie abgefangen, bevor das passieren konnte", sagte der Polizeichef von San Bernadino.

Bei der Tat am Mittwoch in einer Sozialeinrichtung im kalifornischen San Bernardino waren 14 Menschen getötet worden. Das FBI geht inzwischen davon aus, dass die Schützen ihre Tat geplant hatten und nicht wie ursprünglich vermutet im Affekt gehandelt hatten. Die vier Schusswaffen, die bei der Tat verwendet wurden, seien legal erworben. Zudem hätten beide gut 1.600 Schuss Munition bei sich getragen.

US-Präsident Barack Obama äußerte sich in einem Statement zu der Tat. Die Sicherheitsbehörden wissen noch nicht welche genauen Hintergründe zu der Tat führten. Nach einem Treffen mit FBI-Direktor James Corney und Justizministerin Loretta Lynch könne ein terroristischer Hintergrund allerdings nicht ausgeschlossen werden, sagte Obama. Der US-Präsident hält allerdings auch ein Zusammenspiel mehrerer Motive für möglich.

Laut dem US-Sender CNN war der männliche Täter mit mehreren Personen in Kontakt, die das FBI als internationale Terroristen beobachtete. Dies deutet Ermittlern zufolge auf eine mögliche Radikalisierung des Täters hin, berichtet CNN.

Obama sagte jedoch, es müssen erst Augenzeugen befragt werden, um die genauen Ursachen zu untersuchen. Als weiteres Motiv gilt aktuell auch ein Arbeitsstreit mit den Kollegen der beiden Täter, die in einer örtlichen Gesundheitsbehörde arbeiteten. Die Behörden werden erst alle Fakten sammeln, bevor sie ein abschließendes Urteil fällen, sagte Obama. Die Gesetzgeber im Kongress forderte er auf, strengere Waffengesetze zu beschließen.

Bei der Schießerei waren 14 Menschen getötet und rund 21 Menschen verletzt worden. Ein Mann und eine Frau hatten in einer Behinderteneinrichtung eine Schießerei begonnen. Die beiden Täter wurden mehrere Stunden nach dem Angriff von der Polizei getötet. Es handelte sich dabei um den 28-jährigen Syed Rizwan Farook und seine 27-jährige Frau Tashfeen Malik.