Papst Franziskus erhält im kommenden Jahr den Aachener Karlspreis. Der Papst erhalte ihn "wegen seiner herausragenden Botschaften und Zeichen, die sein Pontifikat für Frieden und Verständigung, für Barmherzigkeit und Toleranz, Solidarität und Bewahrung der Schöpfung setzt", begründete das Karlspreis-Direktorium seine Entscheidung. Der Papst sende eine Botschaft der Hoffnung und Ermutigung in einem Europa, in dem viele Bürger Orientierung suchten, hieß es weiter.

Franziskus sei eine Stimme des Gewissens, die mahne, den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen. Er erinnere daran, dass Europa verpflichtet sei, Frieden, Freiheit, Recht, Demokratie und Solidarität zu verwirklichen – aufbauend auf den Idealen der Gründungsväter.

Der Karlspreis wird seit 1950 verliehen für besondere Verdienste um die europäische Einigung. Papst Franziskus wird den 58. Karlspreis erhalten, der nach Karl dem Großen benannt wurde. In diesem Jahr wurde der Präsident des EU-Parlaments, Martin Schulz ausgezeichnet, im vergangenen Jahr Herman Van Rompuy, der damalige Präsident des Europäischen Rates.

Franziskus wird der zweite Papst sein, der mit dem Preis ausgezeichnet wird. 2004 erhielt Johannes Paul II. einen außerordentlichen Karlspreis.