Weltweit haben Metropolen ihre Sicherheitsvorkehrung für Neujahresfeste massiv erhöht. In Frankreich sind die schon seit den Terrorattacken vom Januar mit höchster Alarmstufe geltenden Vorkehrungen noch verstärkt worden. Auch in Berlin findet die größte Open-Air-Silvesterparty Deutschlands unter verschärften Sicherheitsmaßnahmen statt. 

Brüssel hat die Feierlichkeiten zum Jahreswechsel abgesagt, nachdem Terror-Verdächtige bei Razzien festgenommen wurden, die Anschläge zum Neujahrswechsel geplant haben sollen. Auch in der türkischen Hauptstadt Ankara wurden zwei mutmaßliche Mitglieder der Dschihadistenorganisation "Islamischer Staat" (IS) festgenommen, die möglicherweise Anschläge an Silvester  planten. In anderen europäischen Metropolen wurde aber betont, dass es keine konkreten Hinweise auf islamistische Anschläge gebe.

In der französischen Hauptstadt Paris sollen in der Neujahrsnacht 11.000 Polizisten, Soldaten und Feuerwehrmänner für Sicherheit sorgen, 2.000 mehr als noch 2015. Ein geplantes Feuerwerk wurde gestrichen und eine Lichtershow auf dem Triumphbogen gekürzt.

Rund um das Brandenburger Tor in Berlin, wo bis zu eine Million Besucher erwartet werden, sind voraussichtlich 150 Beamte mehr im Einsatz als im Vorjahr. Zudem gilt auf der gesamten Festmeile ein Rucksack- und Kofferverbot. Auch große Taschen sind nicht erlaubt. Vor der Party will die Polizei den Park mit Hunden nach Sprengstoff absuchen und anschließend streng darauf achten, dass niemand über die Absperrung klettert.

In Italien seien zu Silvester mehr Beamte als üblich im Einsatz, sagte ein Polizeisprecher in Rom. Bei der größten Silvester-Party in der Hauptstadt mit Tausenden Menschen werden alle Besucher mit Metalldetektoren kontrolliert. Der Zugang zum Madrider Hauptplatz Puerta del Sol, wo traditionell Zigtausende das neue Jahr begrüßen, soll erstmals reguliert werden.

Der Rote Platz in Moskau, wo sonst Zehntausende Menschen das neue Jahr begrüßen, wird aus Angst vor Anschlägen erstmals abgesperrt. Er kann nur mit Eintrittskarten betreten werden.