Bei einer AfD-Kundgebung sind erneut Journalisten angegriffen worden. Ein MDR-Team wurde am Mittwochabend in Magdeburg aus dem Demonstrationszug heraus von einem Mann mit Pfefferspray attackiert, teilte die Polizei mit. Beide wurden medizinisch versorgt. Die Redakteurin und der Kameramann stellten Strafanzeige.

Der mutmaßliche Täter sei bekannt, sagte ein Polizeisprecher. Er sei vorläufig festgenommen worden, ihn erwarte eine Strafanzeige wegen Körperverletzung. Außer dem Pfefferspray habe er auch einen Totschläger bei sich gehabt.

Neben dem MDR-Team wurde auch ein Kameramann des ZDF angegriffen. Das ZDF-Landesstudio Sachsen-Anhalt berichtete auf Twitter, der Kameramann sei bei der Reizgasattacke im Gesicht getroffen worden. Nach Polizeiangaben gab es zunächst keine Strafanzeige.

Der Polizei zufolge beteiligten sich an der AfD-Demonstration rund 600 Menschen. Die Zahl der Gegendemonstranten wurde auf bis zu 150 geschätzt. Die Polizei war mit rund 500 Beamten im Einsatz.

In den vergangenen Monaten war es vor allem bei Kundgebungen der fremdenfeindlichen Pegida- und Legida-Bewegung wiederholt zu Angriffen auf Journalisten gekommen.