Pegida-Demonstration am 9. November 2015 in München ©Marc Müller/dpa

Die islamfeindliche Pegida-Bewegung hat zahlreiche Demonstrationen in München angemeldet. Pegida will montags bis donnerstags abendliche "Mahnwachen" auf dem Marienplatz abhalten, wie der BR berichtet

Neben den Mahnwachen am Marienplatz wollen die Pegida-Anhänger einmal im Monat vor der historisch belasteten Feldherrnhalle demonstrieren. Bereits für morgen ist auch eine Demonstration durch die Münchner Maxvorstadt angekündigt, die an der Feldherrnhalle enden soll – also dort, wo im Jahr 1923 der Hitlerputsch stattfand.

Münchens Kreisverwaltungsreferent Wilfried Blume-Beyerle blickt mit Sorge auf die vielen angekündigten Veranstaltungen. Pegida sei in letzter Zeit immer rechtsextremer geworden, sagte er dem BR. Die Polizei will sämtliche Kundgebungen mit einem erhöhten Einsatzaufgebot begleiten.

Inzwischen haben auch Gegendemonstranten zwei Veranstaltungen angemeldet – eine davon wird veranstaltet vom Zusammenschluss München ist bunt. Deren Anhänger wollen ebenfalls am morgigen Montag vor der Feldherrnhalle am Odeonsplatz demonstrieren. Rassistische Parolen dürfe es gerade dort nie wieder geben, sagten die Veranstalter.

"Ich befürchte, dass Pegida auch in München die Vorkommnisse der Silvesternacht für ihre Zwecke missbrauchen wird. Das dann auch noch am Odeonsplatz, vor der Feldherrnhalle, das ist nicht hinnehmbar!" sagte Micky Wenngatz, die Sprecherin des Bündnisses.