Am Rande der wöchentlichen Demonstration der islam- und fremdenfeindlichen Pegida-Bewegung in Dresden sind mehrere Autos in Flammen aufgegangen.

Die Polizei vermutet Brandstiftung. Die Autos standen auf einem Parkplatz unter der Marienbrücke, wo viele Pegida-Anhänger ihre Wagen abstellen. Die Feuerwehr rückte mit mehreren Löschzügen an. Insgesamt elf Fahrzeuge nahmen Schaden. Noch von der Bühne aus versprach Pegida-Organisator Lutz Bachmann den Geschädigten finanzielle Hilfe. Zuletzt hatten Gewalttäter im Oktober bei Pegida-Demonstrationen Autos beschädigt, der Staatsschutz der Polizei ermittelt deswegen.

Nach Angaben der Studentengruppe Durchgezählt beteiligten sich diesmal 3.000 bis 4.000 Demonstranten an dem Pegida-Aufzug durch die Dresdner Innenstadt. Die Gegner mobilisierten 250 bis 350 Menschen. Pegida-Mitorganisatorin Tatjana Festerling rief die Anhänger zu Geschlossenheit auf. "Wir sind bereit, unseren Beruf, unsere Freiheit, unser Eigentum und sogar unser Leben zu riskieren, wie es Generationen vor uns getan haben", zitierte sie auf der Bühne aus der sogenannten Prager Deklaration der Vertreter diverser Pegida-Ländergruppen.

Am zentralen Postplatz in der Altstadt begegneten sich beide Demonstrationszüge in Hör- und Sichtweite. In den Reihen der Pegida-Gegner zündeten Demonstranten eine Rauchbombe.

Die Polizei wurde am späten Abend auf die Prager Straße gerufen, wo es eine Auseinandersetzung zwischen mehreren Deutschen und Ausländern gegeben haben soll. Einsatzkräfte trafen sechs deutsche Männer im Alter zwischen 31 und 53 Jahren an. Die den Angaben zufolge beteiligten Ausländer waren bereits gegangen.

In Neubrandenburg dockte die NPD an die Bewegung MVgida an. Erstmals trat der NPD-Fraktionsvorsitzende im Schweriner Landtag, Udo Pastörs, als Hauptredner eines sogenannten Abendspaziergangs auf. Die Aufzüge organisiert seit Wochen auch der NPD-Kreistagsabgeordnete Norman Runge mit. Laut Polizei nahmen mehr als 200 Menschen teil.

Viele skandierten NPD-Parolen und zeigten Transparente, die schon mehrfach bei Demonstrationen der Rechtsextremen zu sehen waren. Gegen die Extremisten protestierten etwa 100 Menschen mit einem Straßenfest, unter ihnen Landtagspräsidentin Sylvia Bretschneider (SPD).