Bei zwei Anschlägen der islamistischen Terrormiliz Al-Shabaab in der somalischen Hauptstadt Mogadischu sind mindestens acht Menschen getötet worden. Nach Polizeiangaben rammte ein mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug das Strandhotel Beach View. Danach stürmten vier Al-Shabaab-Kämpfer das Gebäude und eröffneten das Feuer. Die Terrormiliz bekannte sich zu dem Anschlag.

Zu einer weiteren Explosion soll es in einem nahegelegenen Restaurant gekommen sein, das bei der politischen Elite des Landes beliebt ist. Nach Polizeiangaben handelte es sich auch dabei vermutlich um ein Selbstmordattentat.

Ein Augenzeuge berichtete, die Angreifer hätten auf Arabisch "Gott ist groß" gerufen und wahllos um sich geschossen. Weitere Details über den Anschlag sind noch unklar.

Der somalische Regierungschef Omar Abdirashid Ali Sharmarke verurteilte den Angriff auf Twitter als "barbarische Attacke".

Erst im November hatte Al-Shabaab ein Hotel in Mogadischu angegriffen, das viele Regierungsbeamte und Geschäftsleute als Gäste beherbergt. Dabei waren 15 Menschen getötet worden.

In Somalia kämpft Al-Shabaab gegen die Regierung und eine Schutztruppe der Afrikanischen Union. Zwar vertrieben Regierungstruppen und Soldaten der Afrikanischen Union die Extremisten 2011 aus der Hauptstadt Mogadischu, Al-Shabaab beherrscht aber noch weite Teile Mittel- und Südsomalias. Die Organisation hat Verbindungen zum Terrornetzwerk Al-Kaida und kooperiert mit den Extremisten von Boko Haram in Nigeria. Auch in Kenia verübte Al-Shabaab zahlreiche tödliche Anschläge.