Von dem Nato-Stützpunkt in Incirlik sind erstmals zwei Kampfflugzeuge der Bundeswehr gestartet. Die Maschinen seien anschließend knapp drei Stunden über Syrien und den Irak geflogen, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums. Es ist geplant, das zunächst täglich zwei Flugzeuge starten. Die Zahl der Flüge könne sich später erhöhen, sagte der Sprecher.

Anfang der Woche waren vier Flugzeuge des Typs Tornado aus Deutschland nach Incirlik geflogen. Je zwei starteten auf dem schleswig-holsteinischen Fliegerhorst Jagel und von dem Fliegerhorst Büchel in der Eifel. Mitte Januar sollen zwei weitere Maschinen in die Türkei verlegt werden. Von dort aus fliegen sie Aufklärungsflüge und sollen so die internationale Militärkoalition unterstützen.

Der Bundestag hatte beschlossen, dass die Bundeswehr mit maximal 1.200 Soldaten in der Region eingesetzt werden kann. Darum hatte die französische Regierung gebeten – unmittelbar nach den Anschlägen von Paris Mitte November vergangenen Jahres. Dabei waren 130 Menschen gestorben. Zu den Attacken bekannte sich der IS.