Ein Gruppe von rechten Demonstranten ist in Oschersleben vermutlich von Linksautonomen angegriffen worden. Vier der Demonstranten wurden verletzt, ein Mann musste wegen lebensgefährlicher Kopfverletzungen im Krankenhaus notoperiert werden, berichteten Medienunter Berufung auf die Polizei. Etwa 20 Angreifer sollen mit Eisenstangen, Baseballschlägern und Holzlatten auf die Gruppe eingeschlagen haben.

Laut Polizei war die Gruppe von zehn rechten Demonstranten auf dem Rückweg von einer Kundgebung anlässlich des 71. Jahrestags der Bombardierung Magdeburgs im zweiten Weltkrieg. Als die Männer am Bahnhof in Oschersleben aus dem Zug stiegen, wurden sie von den vermutlichen Linksextremisten attackiert. Die Polizei schließt aufgrund von Zeugenaussagen und dem geschilderten Erscheinungsbild darauf, dass die Angreifer zur linksextremistischen Szene gehören. 

Laut der Zeugen hatten sich die Täter hinter einem Gebäude am Bahnhof in Oschersleben versteckt. Nach Abfahrt des Zuges gingen sie auf die Rechten los. Sechs der Angegriffen konnten fliehen. Auch die Täter suchten das Weite. 

Am Jahrestag der Bombardierung von Magdeburg war es immer wieder zu Zusammenstößen zwischen links- und rechtsextremistischen Gruppen gekommen. Die rechte Szene versucht seit Jahren, die Opfer der Bombardements für ihre Propaganda zu missbrauchen. An einer Demonstration der Rechten beteiligten sich nach Angaben der Polizei etwa 230 Anhänger.

Zudem gibt es am Jahrestag auch viele Kundgebungen der linken Szene. Im Vorfeld der Demonstrationen war es zu Zusammenstößen zwischen Polizei und Linksautonomen gekommen, bei denen vier Beamte verletzt wurden.