Einsatzkräfte am abgesperrten Tatort nahe der Blauen Moschee © Osman Orsal/Reuters

Die Zahl der Toten des Terroranschlags in Istanbul ist auf zwölf gestiegen. Eine Frau aus Westerngrund in der Nähe von Aschaffenburg sei am Sonntag verstorben, sagte ein Sprecher des bayerischen Innenministeriums.

Ein Selbstmordattentäter hatte sich am 12. Januar in der Istanbuler Altstadt inmitten einer deutschen Touristengruppe in die Luft gesprengt. Dabei wurden 14 Menschen teils schwer verletzt. Darunter die 52 Jahre alte Frau, die sich seit dem Anschlag zur Behandlung in einem Offenbacher Krankenhaus befand, wo sie nun an ihren schweren inneren Verletzungen starb. Der Ehemann der Frau hatte bei dem Anschlag leichtere Verletzungen erlitten.

Bei dem Attentäter handelte es sich nach türkischen Angaben um einen 1988 geborenen Syrer namens Nabil Fadli, der Mitglied der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) gewesen sein soll. Anfang Januar soll er sich in der Türkei um Asyl beworben haben.

Der IS hat sich bislang nicht zu der Tat bekannt. Eine Verbindung des Täters nach Deutschland oder einen gezielten Anschlag auf deutsche Staatsbürger sieht das Bundeskriminalamt (BKA) nicht. Es sei ein gezielter Anschlag auf Touristen in der Türkei gewesen. Der Täter habe sich eine größere Reisegruppe ausgesucht, aber nicht gezielt eine deutsche, sagte BKA-Präsident Holger Münch.

Terrorismus - Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts für die Türkei