Eine Polizeipatrouille in Tierra Blanca im Bundesstaat Veracruz © Alfredo Estrella/AFP/Getty Images

In Mexiko ist eine entführte Journalistin ermordet aufgefunden worden. Dies gab die Staatsanwaltschaft bekannt, nachdem Angehörige die Frau identifiziert hatten. Die 32-jährige Anabel Flores Salazar war von Männern in Militäruniformen aus ihrer Wohnung in Veracruz entführt worden. Ihre Leiche wurde auf einer Straße im Nachbarstaat Puebla entdeckt.

Salazar arbeitete bei der Lokalzeitung El Sol de Orizaba. Der Bundesstaat Veracruz am Golf von Mexiko ist eine Region, die besonders stark von Drogenkriminalität betroffen ist. Veracruz gilt nach Angaben der Organisation Reporter ohne Grenzen nach Oaxaca als gefährlichster mexikanischer Bundesstaat für Journalisten.


Seit 2000 sind in Mexiko etwa 90 Journalisten getötet worden, 17 werden vermisst. Allein in Veracruz wurden seit 2010 14 Medienvertreter Opfer tödlicher Gewalt. In Mexiko kommt es immer wieder zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Drogenkartellen, die um Einfluss im lukrativen Rauschgiftgeschäft kämpfen.

Doch nicht nur Journalisten sind vom Drogenkrieg betroffen. Schätzungen gehen von mehr als 100.000 Toten seit dem Jahr 2000 aus.

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