Das mutmaßliche Fahrzeug der Attentäter in Mogadischu © Feisal Omar/Reuters

Bei einem Angriff auf ein Hotel in der somalischen Hauptstadt Mogadischu sind nach Angaben eines Sprechers der Hauptstadtregion mindestens 20 Menschen getötet worden. Die Angreifer setzten am Freitagabend zwei schwere Autobomben ein, deren Detonationen nach Zeugenberichten noch rund 15 Kilometer außerhalb des Zentrums von Mogadischu zu hören waren. Im Regierungsviertel war daraufhin anhaltendes Gewehrfeuer zu hören. Wie es weiter hieß, richteten die Sprengsätze schwere Schäden bei mindestens 25 umliegenden Gebäuden an. Unter den Trümmern wurden noch zahlreiche Opfer vermutet.

Die radikalislamische Al-Shabaab-Miliz teilte mit, sie habe vor einem Hotel eine Autobombe gezündet und dann das Gebäude gestürmt. "Wir sind drin, und der Kampf geht weiter", sagte ein Sprecher der Extremisten. Es handle sich um das Somali Youth League Hotel (SYL) im Zentrum von Mogadischu. Augenzeugen berichteten von der Explosion und einer gewaltigen Rauchwolke. Auch Gewehrschüsse seien zu hören.

Die islamistische Terrororganisation Al-Shabaab verübt immer wieder Anschläge auf Hotels, Restaurants und Regierungseinrichtungen in Mogadischu und anderen Städten Somalias. Sie strebt den Sturz der somalischen Regierung an und will einen streng islamischen Staat schaffen. Auch in Kenia, dessen Militär wiederholt gegen die Extremisten im Nachbarland Somalia vorging, hat Al-Shabaab mehrfach Attentate verübt. Al-Shabaab unterhält Verbindungen zur Terrororganisation Al-Kaida.