Bei der Hausdurchsuchung in Brüssel fallen Schüsse, die Polizei setzt Tränengas ein und sichert auch die Dächer. © Francois Lenoir/Reuters

Bei den drei Angreifern, die am Dienstag bei einer Hausdurchsuchung in Brüssel auf Polizisten geschossen haben, handelt es sich höchstwahrscheinlich um Sympathisanten der Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS). Neben dem Leichnam eines Angreifers, der von einem Scharfschützen erschossen wurde, fand die Polizei eine IS-Fahne und ein Buch über den Dschihad, teilte die Brüsseler Staatsanwaltschaft mit.

Bei dem Getöteten handelt es sich demnach um einen 35-jährigen Algerier, der sich illegal in Belgien aufhielt. Bislang war er der Polizei und den Geheimdiensten nicht als terrorverdächtig bekannt. Die anderen beiden Angreifer sind noch auf der Flucht. 


Der Anti-Terror-Einsatz in der Brüsseler Gemeinde Forest stand im Zusammenhang mit Ermittlungen zu den jüngsten Anschlägen von Paris. Am 13. November hatten in Paris mehrere Attentäter im Konzertsaal Bataclan, an verschiedenen Bars und Restaurants sowie am Fußballstadion im Vorort Saint-Denis Anschläge verübt. Insgesamt starben dabei 130 Menschen. Bei dem Anti-Terror-Einsatz am Dienstag in Belgien wurden vier Polizisten verletzt. 

Brüssel - Ein Mann bei Anti-Terror-Aktion getötet Belgische und französische Polizisten wollten nach Angaben der Staatsanwaltschaft eine Wohnung im Süden Brüssels durchsuchen. Einer oder mehrere Personen hätten unvermittelt das Feuer auf die Polizisten eröffnet.