Feuerwehrmänner sichern das Wrack des verunglückten Reisebusses. © Jaume Sellart/EPA/dpa

Am frühen Sonntagmorgen ist in Katalonien ein Bus mit 57 Insassen verunglückt, 13 Menschen starben dabei. Mindestens 30 wurden schwer verletzt, 13 erlitten leichte Verletzungen. Gegen 6 Uhr habe der Busfahrer nahe der Ortschaft Freginals die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren und kollidierte mit einem Pkw, teilten die Behörden mit. 

Unter den Reisenden waren 50 internationale Studenten des Austauschprogramms Erasmus. Die Reisenden hatten gerade noch in Valencia die Fallas gefeiert, berichtet die spanische Zeitung El Mundo. Zu dem beliebten spanischen Frühlingsfest kommen jedes Jahr viele Besucher.

Spanien - Viele Tote bei Busunglück Insgesamt waren 56 Menschen an Bord. Die meisten - Erasmus-Studenten aus dem Ausland. Sie reisten von Valencia nach Barcelona.

43 Insassen, darunter auch der Busfahrer, konnten aus dem Wrack geborgen werden und wurden medizinisch versorgt. Die Nationalität der Toten und Verletzten wird derzeit noch ermittelt, sagte eine Sprecherin der katalanischen Behörden. Ersten Angaben zufolge sollen Staatsbürger aus der Schweiz, Norwegen, England, der Ukraine, der Türkei sowie Spanien im Bus gesessen haben.

Warum der Bus genau verunglückte, ist noch nicht abschließend geklärt. Nach Informationen des katalanischen Innenministers war der Bus an den rechten Rand der Autobahn geraten. Der Fahrer habe dann das Steuer herumgerissen. Daraufhin sei der Bus auf die Gegenfahrbahn geraten, mit einem Personenwagen zusammengestoßen und auf der Seite liegengeblieben. Zwei Menschen in dem Auto seien verletzt worden. Der Fahrer des Busses überstand das Unglück leicht verletzt. Ein Test auf Alkohol und Drogen habe keinen Befund ergeben, teilte die Justiz in Barcelona mit.

Spaniens König Felipe VI. und Königin Letizia sprachen den Angehörigen der Opfer ihr Beileid aus. Der katalanische Regierungschef Carles Puigdemont ordnete eine offizielle Trauer von zwei Tagen an.