Ein 41-jähriger Mann muss wegen Internethasskommentare gegen Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) eine Geldstrafe von 1.200 Euro zahlen. Dazu verurteilte ihn das Dresdner Amtsgericht, die zuständige Richterin bestätigte der Süddeutschen Zeitung einen entsprechenden Bericht der Dresdner Mopo24.

Demnach hatte der Mann auf Facebook geschrieben, Gabriel sei ein "Volksverräter" und gehöre "standrechtlich erschossen". Er postete diese Aussagen auf der Seite der Polizei. Gabriel ging persönlich gerichtlich gegen die Beleidigungen vor.

Der Mann sei wütend gewesen, dass Gabriel im August Randalierer in Heidenau als Pack bezeichnet hatte, schreibt die Süddeutsche. "Es geht mir maßgeblich gegen den Strich, dass ein Minister eine Riesenmenschengruppe so als Abschaum beschimpft", soll der Mann gesagt haben. Er entschuldigte sich dennoch für seine Äußerungen.

Im sächsischen Heidenau hatte eine Gruppe Fremdenfeindlicher vor einer Flüchtlingsunterkunft in einem ehemaligen Baumarkt gewütet. Es kam zu Ausschreitungen zwischen den rechten Randalierern und linken Gegendemonstranten.