Iraks Fußball-Nationalmannschaft bei einem Länderspiel im Januar 2015 ©Jason Reed/Reuters

Bei einem Selbstmordanschlag auf ein Fußballstadion im Irak sind nach Angaben aus Sicherheitskreisen mindestens 29 Menschen getötet und 70 verletzt worden. Der Attentäter habe sich bei einem Spiel in dem Stadion von Iskanderija, einer Stadt 40 Kilometer südlich der Hauptstadt Bagdad, in die Luft gesprengt.

Der Mann trug nach Angaben der Polizei einen Sprengstoffgürtel und löste die Explosion während einer Siegerehrung inmitten der Zuschauer aus. Sicherheitskräfte riegelten danach den Tatort ab, um weitere Angriffe auf Helfer zu verhindern.

"Es sollte gerade der Siegerpokal übergeben werden, als der Attentäter sich in der Menge in die Luft sprengte", berichtete ein Polizist. Im Krankenhaus von Iskandarija wurde am Abend die Zahl von 30 Todesopfern genannt. "Auch der Bürgermeister starb im Krankenhaus an den bei der Explosion erlittenen Verletzungen", berichtete ein Arzt.

Laut der Agentur Amaq hat sich die Terrormiliz "Islamischer Staat" zu der Tat bekannt. Der IS kontrolliert weite Teile des Landes. Der IS überzieht seit Monaten Bagdad und Umgebung mit Selbstmordanschlägen. Offensiven der irakischen Armee haben die Terrormiliz im Norden und Westen des Landes in die Defensive gedrängt.

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