Nach den Anschlägen in Brüssel sind 77 Prozent der Bundesbürger der Ansicht, dass die Sicherheitsmaßnahmen in Deutschland dauerhaft verstärkt werden sollen. Das ergab der ARD-Deutschlandtrend.

Die Befürworter für mehr Sicherheit würden in Kauf nehmen, dass zusätzliche Kosten und Zeitverzögerungen entstehen. 21 Prozent der Befragten dagegen möchten langfristig keine verstärkten Maßnahmen an Flughäfen und Bahnhöfen.

In der Flüchtlingspolitik erwarten die Bundesbürger keine Trendwende. 77 Prozent der Befragten bezweifeln, dass der EU-Türkei-Deal die Flüchtlingssituation verbessern wird. 20 Prozent dagegen glauben, dass sich die Lage nach der Einigung beim letzten EU-Gipfel entspannen wird.

Nach ihren Erfolgen bei den Landtagswahlen ist die AfD auch bundespolitisch im Aufwärtstrend. Würde am Sonntag gewählt, käme die Partei auf 13 Prozent und wäre damit hinter Union und SPD drittstärkste Kraft. Im Vergleich zur Umfrage von Ende Februar gewinnt die AfD damit zwei Prozentpunkte hinzu.

Die Union kommt auf 34 Prozent (minus zwei) der Stimmen, die SPD auf 22 (minus eins) Prozent. Für die Grünen würden zwölf (plus zwei) Prozent der Befragten stimmen. Die Linke käme auf acht (minus eins), die FDP auf sieben Prozent (plus eins) der Stimmen.

Für den Deutschlandtrend befragte Infratest dimap im Auftrag des ARD-Morgenmagazins 1.000 Menschen.