Eine Passagiermaschine der Turkish Airlines steht auf dem Flughafen in Hannover. © Philipp von Ditfurth/dpa

Eine anonyme Bombendrohung hat dazu geführt, dass der Flughafen Hannover am Dienstagnachmittag für eine knappe Stunde gesperrt war. Erst am Abend konnte endgültig Entwarnung gegeben werden: Sprengstoff oder andere verdächtige Gegenstände wurden laut Bundespolizei nicht gefunden. Während der Sperrung des Airports mussten zwei Maschinen im Landeanflug nach Hamburg und Bremen umgeleitet werden.

Grund für den Alarm war ein Zettel mit der Aufschrift "Bombe", der in einer Maschine der Turkish Airlines auf der Toilette gefunden worden war. Das Flugzeug mit 119 Passagieren an Bord war kurz zuvor aus Istanbul kommend in Hannover gelandet. Direkt nach der Landung verließen die Passagiere die Maschine, Beamte der Bundespolizei untersuchten danach gründlich das Flugzeug.

Im vergangenen Jahr hatte es mehrfach Bombenwarnungen in Turkish-Airlines-Flugzeugen gegeben, die auf schriftliche Hinweise in den Toiletten zurückgingen. Die betroffenen Maschinen kehrten entweder nach Istanbul um oder mussten ihren Flug an einem nahe gelegenen Flughafen unterbrechen. Die Warnungen erwiesen sich aber alle als falsch, die Hintergründe der Vorfälle sind bis heute nicht bekannt.

Im März vergangenen Jahres hatte Turkish Airlines nach einer falschen Bombenwarnung einen Flug von Istanbul nach São Paulo unterbrochen. Der Pilot landete vorsichtshalber im marokkanischen Casablanca, Sprengstoff wurde aber nicht entdeckt. Ein Turkish-Airlines-Flug von Istanbul nach Tokio war nach einem schriftlichen Hinweis auf Sprengstoff auf der Toilette ebenfalls kurzfristig umgekehrt.