Natur und Naturschutz sind den Menschen in Deutschland wichtig, das gilt auch für grüne Oasen in der Stadt. Mehr als 90 Prozent gaben in einer Umfrage an, dass sie Wert auf öffentliche Parks, Bäume und Pflanzen am Straßenrand sowie auf Stadtwälder legen. Natur in der Stadt verbinden mehr als neun von zehn Befragten mit Erholung, Lebensqualität und Gesundheit. Das ergab die vierte Studie zum Naturbewusstsein der Deutschen, die das Bundesumweltministerium und das Bundesamt für Naturschutz vorgestellt haben.

Drei Viertel der Deutschen leben inzwischen in Städten. Ältere und sozial schwächere Menschen nutzen die sogenannte Stadtnatur besonders oft. "Es ist also auch eine soziale Frage, mehr Grün in die Städte zu bringen", sagte Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD). Neben Parks gehörten dazu auch die Begrünung von Fassaden und Dächern sowie die Förderung des Gartenbaus auf kleinen Flächen, des Urban Gardening.

Wie oft Stadtbewohner zwischen den Häusern ins Grüne gehen, ist auch vom Alter abhängig: 55 Prozent der Menschen, die älter als 65 Jahre sind, nutzen Parks und andere Grünanlagen täglich oder mehrmals die Woche, die Unter-30-Jährigen nur zu 34 Prozent.

Für 8 Prozent ist die Natur etwas Fremdes

Ganz allgemein haben die Bundesbürger ein enges Verhältnis zur Natur. "Zu einem guten Leben gehört die Natur dazu", sagten 94 Prozent der Befragten in einer neuen Studie. 92 Prozent wollen ihren Kindern die Natur nahebringen. Dagegen gaben nur 8 Prozent an, die Natur sei für sie etwas "Fremdes".

Wenn es um die Landwirtschaft geht, wünschen sich die Deutschen mehr Rücksicht auf Tiere und Landschaft: 93 Prozent zum Beispiel, dass Nutztiere Auslauf haben. Fast ebenso viele wollen, dass die Bauern Rücksicht auf Böden und Grundwasser nehmen. Hendricks sieht darin ein starkes Signal für eine Agrarwende: "Die meisten Menschen wollen keine Agrarfabriken." Sie wolle sich bei der EU dafür einsetzen, eher umweltfreundliche Landwirtschaft als möglichst große Betriebe zu fördern.

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