Bei einem teilweisen Einsturz einer neuen Autobahnbrücke an der Autobahn A7 in Unterfranken ist mindestens ein Bauarbeiter gestorben. Das teilten Bayerns Innenministerium und die Polizei mit. Zuvor hatte das Ministerium von zwei Toten gesprochen. Laut Polizei kamen zudem sechs Arbeiter schwer verletzt in Krankenhäuser, mehrere andere hätten sich leicht verletzt. Es müsse noch geprüft werden, ob unter den auf eine Landstraße gestürzten Trümmerteilen noch weitere Menschen verschüttet lägen, sagte ein Polizeisprecher.

Den Angaben zufolge brach von der im Bau befindlichen neuen Talbrücke Schraudenbach südlich des Autobahnkreuzes Schweinfurt-Werneck ein etwa vierzig Meter langes Segment aus ungeklärter Ursache ab. Dieses sei dann etwa 20 Meter in die Tiefe gefallen und habe eine Gruppe von Bauarbeitern getroffen. Ein Großaufgebot an Einsatzkräften rückte an den Unfallort aus, darunter eine Vielzahl von Krankenwagen und auch mehrere Hubschrauber.

Die betroffene Talbrücke zwischen der Raststätte Riedener Wald und dem Kreuz Schweinfurt/Werneck wird derzeit abgerissen und neu errichtet. Sie ist 50 Jahre alt und gilt als marode. Der Verkehr auf der A7 ist laut Polizei allerdings nicht direkt betroffen. Der laufe noch über die alte Brücke.