Vor der Moschee mit dem Grab des Propheten Mohammed in Medina in Saudi-Arabien ist ein Selbstmordanschlag verübt worden. Dabei starben laut lokalen Medienberichten neben dem Täter mindestens vier Menschen. Über Verletzte war zunächst nichts bekannt. Medina ist nach Mekka die zweitheiligste Stätte des Islam.

Den Berichten zufolge zündete der Angreifer vor der Moschee in der Nähe von Sicherheitskräften während des Fastenbrechens einen Sprengsatz. Im Fernsehen waren Feuer und schwarzer Rauch auf einem Parkplatz zu sehen. Zunächst bekannte sich niemand zu der Tat.

Fast zeitgleich gab es auch in der im Osten Saudi-Arabiens gelegenen, mehrheitlich von Schiiten bewohnten Stadt Katif einen Selbstmordanschlag. Dabei wurde Berichten zufolge der Attentäter getötet.

Bereits in der Nacht zum Montag hatte ein Angreifer vor dem US-Konsulat in Dschidda einen Sprengstoffgürtel gezündet, nachdem das Wachpersonal auf ihn aufmerksam geworden war. Der Attentäter wurde getötet, zwei Sicherheitsleute verletzt.

In den vergangenen beiden Jahren gab es in dem sunnitischen Königreich immer wieder Gewalttaten gegen Sicherheitsbeamte und gegen die schiitische Minderheit, zu denen sich der "Islamische Staat" (IS) bekannte. IS-Anführer Abu Bakr al-Bagdadi hat das saudi-arabische Königshaus wiederholt der Tyrannei und des Abfalls vom Glauben bezichtigt und die Bürger aufgefordert, sich gegen die sunnitische Herrscherdynastie zu erheben.