Erst die Anschläge in Paris und Brüssel, dann die Attacke in Nizza und schließlich das offenbar islamistisch motivierte Attentat von Würzburg: In der deutschen Bevölkerung wächst die Angst vor Anschlägen. Dies zeigt eine ZDF-Umfrage, wonach inzwischen 77 Prozent der Deutschen befürchten, dass es in nächster Zeit in Deutschland zu Anschlägen kommen wird. Vor zwei Wochen waren es noch 69 Prozent.

Zugleich herrscht aber immer noch großes Vertrauen in die Fähigkeit der deutschen Sicherheitsbehörden, Schlimmeres zu verhindern. So gehen die meisten Befragten – in Zahlen 59 Prozent – davon aus, dass in der Bundesrepublik genug zum Schutz vor Anschlägen getan wird. 

Interessant ist, dass diese Einschätzung im Gegensatz zu den Anhängern aller im Bundestag vertretenen Parteien von Unterstützern der AfD nicht geteilt wird. 58 Prozent der Anhänger sind der Auffassung, dass in Deutschland nicht genug getan wird.

Unter dem Eindruck des gescheiterten Putschs am vergangenen Wochenende haben die meisten der Befragten auch eine deutliche Meinung zu einem möglichen Beitritt der Türkei zur Europäischen Union: 87 Prozent sind gegen eine baldige EU-Mitgliedschaft des Landes. Eine große Mehrheit zeichnet zudem ein düsteres Bild von dessen innenpolitischer Lage. 87 Prozent glauben, dass die Demokratie dort sehr stark oder stark gefährdet ist, 80 Prozent sehen den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan in einer stärkeren Position als vor dem Putschversuch.

Und wie blicken die Deutschen derzeit nach Amerika? Zumindest die von der Forschungsgruppe Wahlen 1.271 Befragten erwarten, dass Hillary Clinton den Wahlkampf dort für sich entscheiden und die nächste Präsidentin der USA wird. So wollen 88 Prozent, dass die Demokratin ins Oval Office einzieht, nur fünf Prozent wünschen sich dort den Republikaner Donald Trump.