In einer Flüchtlingsunterkunft am alten Flughafen Kassel-Calden ist ein Feuer ausgebrochen. 19 Menschen seien verletzt worden, darunter zwei Angestellte der Einrichtung und eine Feuerwehrfrau, berichtete der Hessische Rundfunk (HR). Sieben Menschen seien in ein Krankenhaus gebracht worden, die anderen seien ambulant behandelt worden. Die meisten Verletzten hätten Rauchvergiftungen erlitten, teilte die Polizei mit.

Laut Feuerwehr hätten etwa 15 Wohncontainer in Flammen gestanden. Inzwischen sei das Feuer unter Kontrolle. Einen Brandanschlag schließt die Polizei aber mit hoher Wahrscheinlichkeit aus: "Es hat von innen nach außen gebrannt", zitierte der HR einen Polizeisprecher.

Es handele sich um eine Erstaufnahmeeinrichtung, in der derzeit etwa 800 Menschen untergebracht sind. In den vom Brand betroffenen Containern lebten laut Polizei 120 Menschen. Es sei einem Zufall zu verdanken, dass nicht mehr Menschen verletzt worden seien, berichtete die Hessisch-Niedersächsische Allgemeine: Der Brand sei zur Mittagszeit ausgebrochen, die meisten Bewohner seien in der Kantine gewesen, die nicht von dem Feuer betroffen gewesen sei.

Polizei und Feuerwehr waren mit einem Großaufgebot im Einsatz. "Es wurde umfangreich alarmiert", sagte ein Sprecher der Feuerwehr in Kassel. Auf einem von der Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen veröffentlichten Video ist eine von Weitem sichtbare Rauchsäule über dem Containerdorf zu sehen.