Die New Yorker Polizei verdächtigt einen 35-jährigen Mann aus Brooklyn, einen Imam und dessen Assistenten erschossen zu haben. Gegen den Mann werde wegen zweifachen Mordes ermittelt, sagte der Polizeibeamte Hubert Reyes. Zudem werde ihm illegaler Waffenbesitz vorgeworfen. Die beiden Todesopfer wurden im Beisein Hunderter Trauernder beerdigt. Die Hintergründe der Tat waren weiter unklar.

Die Polizei hatte den Verdächtigen wegen eines Unfalls mit Fahrerflucht festgenommen, den er fünf Kilometer vom Tatort entfernt begangen haben soll. Später fand die Polizei in seiner Wohnung in Brooklyn die mutmaßliche Tatwaffe, mit der der Imam und sein Begleiter am Tag zuvor erschossen worden waren, sowie Kleidung, die der Todesschütze bei der Tat getragen haben soll. 

Mord an Imam - New Yorks Muslime klagen Trump an Muslime haben Abschied von dem ermordeten Imam und dessen Helfer genommen. Beide waren erschossen worden. Die Muslime machen den republikanischen US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump mitverantwortlich.

Der 55-jährige Imam Maulama Akonjee und sein 64-jähriger Helfer Thara Uddin waren am Samstag auf offener Straße vor einer Moschee im Stadtteils Queens erschossen worden. Die muslimische Gemeinde in New York vermutet einen islamfeindlichen Hintergrund. Sie beklagt eine zunehmende Ablehnung von Muslimen in der US-Gesellschaft, die durch Äußerungen des US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump angeheizt würden. Die Polizei schloss ein solches Motiv nicht aus, machte aber noch keine näheren Angaben.

In Ozone Park, einem Viertel im Stadtteil Queens, in dem viele Muslime leben, wurden die beiden Opfer beerdigt. New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio kündigte an, zusätzliche Polizisten für den Schutz von Muslimen und Moscheen abzustellen. Er versprach, dass der für den Tod der beiden Männer Verantwortliche vor Gericht gestellt werde.