Vor der ägyptischen Küste ist ein Boot mit 600 Migranten an Bord gekentert. Mindestens 42 Menschen sind ertrunken. Es werde noch mit weiteren Toten gerechnet, sagte ein Vertreter des Gesundheitsministeriums der Provinz Al-Buhaira.

Das Schiff sei vor Kafr al-Scheich nahe Alexandria unterwegs gewesen, zitierte die Nachrichtenagentur Mena Vertreter der Behörden. 150 Menschen seien gerettet worden. An Bord seien Menschen aus Ägypten, Syrien und anderen afrikanischen Ländern gewesen. Das Boot befand sich Sicherheitskreisen zufolge auf dem Weg nach Italien.

Auf der Flucht nach Europa über das Mittelmeer sind im Verlauf dieses Jahres bereits fast so viele Migranten gestorben wie im gesamten Jahr 2015. Laut UN-Flüchtlingswerk kamen bis Ende August 3.167 Menschen im Mittelmeer ums Leben. Im gesamten Jahr 2015 waren es 3.771 Menschen. Die wenigen Überfahrten, die stattfinden, sind damit für die Flüchtlinge gefährlicher geworden. Die verschiedenen Routen zwischen nordafrikanischen Ländern und den südeuropäischen Staaten werden nach wie vor täglich frequentiert.

Während die Überfahrten von der Türkei nach Griechenland abgenommen haben, wagen immer mehr Migranten den direkten Weg von Ägypten und Libyen aus nach Italien.