Das Bistum Limburg hat wieder einen Bischof. Zweieinhalb Jahre nach dem Rücktritt von Franz-Peter Tebartz-van Elst ist Georg Bätzing im Limburger Dom zum 13. Bischof geweiht und in sein Amt eingeführt worden. Sein Vorgänger Tebartz-van Elst war im März 2014 im Zuge der Finanzaffäre um das 31 Millionen Euro teure Bischofshaus zurückgetreten. 

In seiner ersten Ansprache nach der Amtseinführung nahm der bisherige Trierer Generalvikar Bätzing Bezug auf Tebartz-van Elst. Das Vertrauen der Menschen in die Kirche und das Bischofsamt sei dadurch verletzt. Trotzdem hoffe er, dass die Menschen sich mit dem früheren Bischof versöhnen können. Das Limburger Bistum, in dem er Wurzeln schlagen wolle, nannte er "liebenswert und glaubensstark".

Zum Bischof geweiht wurde Bätzing vom Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki, zu dessen Kirchenprovinz das Bistum gehört. Dem neuen Bischof gehe es um "Einheit in Vielfalt", sagte Woelki in seiner Predigt. Damit bezog er sich auf Bätzings Spruch zur Bischofswahl "Congrega in unum" (Führe zusammen).

2.000 Menschen feierten die Bischofsweihe in Limburg

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, sagte in einem Grußwort, es brauche Bischöfe, die Menschen an einen Tisch holten, die integrierten und nicht ausgrenzten. Wie Woelki ging auch Marx auf Bätzings Wahlspruch ein. Gerade im Bistum Limburg sei dieser mit Blick auf die Vergangenheit Verpflichtung.

Insgesamt leben im Bistum Limburg rund 635.300 Katholiken. Das Gebiet der Diözese verteilt sich auf die Bundesländer Hessen und Rheinland-Pfalz. An der Weihe nahmen rund 2.000 Menschen teil. Unter den Gästen waren 40 Bischöfe aus dem In- und Ausland sowie die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) und ihr hessischer Amtskollege Volker Bouffier (CDU). In einer Grußbotschaft nannte Dreyer den neuen Bischhof "nah bei den Menschen und sehr beliebt."

Auch die rheinland-pfälzische Sozialministerin und ehemalige Bundestagsabgeordnete Sabine Bätzing-Lichtenthäler feierte mit. Sie ist die Cousine des neuen Bischofs.

Tebartz-van Elst dagegen nahm nicht an den Feierlichkeiten teil. Der emeritierte Bischof habe das "für sich" so entschieden, hieß es beim Bistum. Er arbeitet inzwischen im Vatikan und wurde bisher nicht auf Schadensersatz verklagt.