Die Bombenanschläge in New York und New Jersey vom Wochenende haben nach Worten des New Yorker Gouverneurs Mario Cuomo möglicherweise doch eine Verbindung zum internationalen Terrorismus. "Gestern hatten wir diese Informationen noch nicht. Heute sollten wir nicht überrascht sein, wenn die Ermittler zu diesem Ergebnis kommen", sagte er bei CNN.

Gouverneur Cuomo und New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio sagten, es sei zu früh zu sagen, ob es sich bei den Explosionen um die koordinierten Aktionen einer Gruppe gehandelt habe. Cuomo sagte bei CBS die Ermittler vermuteten eine Verbindung ins Ausland.

Die New Yorker Polizei veröffentlichte das Fahndungsfoto eines 28-Jährigen mit dem Namen Ahmad Khan Rahami. Er werde im Zusammenhang mit der in Manhattan/New York explodierten Bombe gesucht, sei möglicherweise bewaffnet und gefährlich, hieß es. Sein letzter bekannter Wohnsitz ist laut Bundespolizei FBI in dem Ort Elizabeth im Bundesstaat New Jersey, wo am Wochenende mehrere Sprengsätze gefunden worden waren.

Insgesamt ermittelt die Polizei seit dem Wochenende wegen mehrerer Vorfälle: 

  • Am Samstag waren im New Yorker Szeneviertel Chelseain Manhattan 29 Menschen bei einer Bombenexplosion verletzt worden. Medienberichten zufolge kam sie aus einem Müllcontainer. Die US-Bundespolizei FBI befragte im Zusammenhang mit der Explosion fünf Menschen, die in einem gesuchten Fahrzeug gesessen haben sollen, das bei einer Verkehrskontrolle überprüft wurde, berichtet CNN unter Berufung auf das FBI. Es sei allerdings keiner von ihnen eines Verbrechens beschuldigt worden.
  • Wenige Blocks weiter in der 27. Straße in Chelsea fand die Polizei einen verdächtigen Gegenstand. Dabei soll es sich um einen Schnellkochtopf handeln, der mit Drähten versehen war. Die technische Vorrichtung soll in einer Plastiktasche gelegen haben. Der Fernsehsender CNN berichtete, dass der Topf mit einem Handy verklebt sei.
  • Ebenfalls am Samstag war im Seaside Park im Bundesstaat New Jersey eine von drei miteinander verbundenen Rohrbomben in einer Mülltonne detoniert. Sie galten vermutlich dem Benefizrennen der Marineinfanterie mit mehr als 5.000 Teilnehmern. Dank einer Verzögerung des Starts wurde niemand verletzt. Das Rennen wurde später abgesagt. Weitere Sprengsätze fand die Polizei in einem Rucksack in einem Müllbehälter.
  • In der Nacht zu Montag sprengte ein Entschärfungsteam am Bahnhof von Elizabeth in New Jerseyeinen verdächtigen Gegenstand, an dem sich Drähte und ein Rohr befanden. Zuvor war ein Versuch, das Objekt durch einen Roboter zu zerstören, erfolglos geblieben. Zwei Männer hatten den Gegenstand am Sonntag in einem Mülleimer gefunden und die Polizei alarmiert. Nach Informationen von CNN vermuten Verantwortliche, dass der Täter ihn dringend habe loswerden wollen.

Die Ermittler konzentrieren sich jetzt auf den Gesuchten Rahami. Sie vermuten laut CNN, dass Rahami der Mann ist, der auf zwei Videoaufnahmen zu sehen ist: Am Ort einer Explosion in Manhattan und am Ort eines zweiten Sprengsatzes wenige Straßenblocks entfernt. Das ließ den Verdacht aufkommen, es gebe eine Verbindung zwischen den verschiedenen Vorfällen.

Laut dem Bericht ist in dem zweiten Video zu sehen, wie der Mann einen Seesack ablegt. Wenig später tauchen demnach an derselben Stelle zwei andere Männer auf, die einen Müllbeutel aus dem Sack holen und auf dem Bürgersteig deponieren. Der Beutel enthalte vermutlich die mit Hilfe eines Schnellkochtopfs fabrizierte Bombe, hieß es.

CNN berichtet zudem, die Ermittler hätten Ähnlichkeiten zwischen den Sprengsätzen in den beiden Nachbarstaaten entdeckt.