Demonstranten haben nach dem Tod eines unbewaffneten Schwarzen die Festnahme der beteiligten Polizistin gefordert. Etwa 30 Menschen versammelten sich vor dem Gerichtsgebäude der Stadt Tulsa in Oklahoma. Der Organisator des Protestes verlangte, die weiße Polizistin, die den 40-Jährigen erschossen hatte, müsse sofort festgenommen werden. Sie ist derzeit beurlaubt.

Bereits zuvor hatte es wegen des Vorfalls am vergangenen Freitag eine Kundgebung gegeben. Nun veröffentlichte die Polizei ein Video des Vorfalls. Darin ist zu sehen, wie der 40-jährige Terence C. mit erhobenen Händen auf seinen Geländewagen zuläuft, hinter ihm eine Polizistin, dann kommen Kollegen hinzu.

Laut Angaben der Behörde wurden ein Taser und eine Schusswaffe gegen den Mann eingesetzt. Angeblich habe er nicht auf die Ansprache der Polizisten reagiert.

Die Amerikanische Bürgerrechtsunion ACLU verlangte die Anklage der Polizistin. Zudem hätten Polizisten um C. herumgestanden und ihn verbluten lassen, anstatt ihm zu helfen, sagte der ACLU-Direktor für Oklahoma, Ryan Kiesel. Polizeisprecherin Jeanne MacKenzie sagte, sie könne keine Auskunft darüber geben, für welche Fälle es Polizeivorschriften für medizinische Hilfe gebe.

Eine Statistik des Guardian zeigt, dass in den USA noch nie so viele junge Schwarze von Polizisten erschossen worden sind wie im vergangenen Jahr. Insgesamt seien 1.134 Menschen von Polizisten erschossen worden, davon waren 577 weiß, 300 schwarz und 193 hispanischer Abstammung. Junge schwarze Männer im Alter von 15 bis 34 Jahren werden demnach neunmal so oft Opfer von tödlicher Polizeigewalt wie der Durchschnitt der Bevölkerung.