Nach viereinhalb Jahren in der Gewalt somalischer Piraten sind 26 Seeleute aus mehreren asiatischen Ländern wieder in Freiheit. Die Besatzungsmitglieder des Fischerboots Naham 3 seien am Samstagmorgen freigelassen worden, teilten internationale Vermittler mit. Die Männer aus Kambodscha, China, Indonesien, den Philippinen, Taiwan und Vietnam würden nun so schnell wie möglich in ihre Heimatländer ausgeflogen.

Ihr Fischerboot war im März 2012 vor den Seychellen verschleppt worden. John Steed, ein Mitarbeiter der Organisation Hostage Support Partnership, sagte der BBC, dass es bis auf Fotos der Männer kaum weitere Informationen gebe. Die Männer sähen zerlumpt, dünn und unterernährt aus. "Weiteres werden wir erst wissen, wenn ich sie morgen in Somalia abgeholt habe." 

Es handele sich um arme Fischerleute, deren Schiff wertlos gewesen sei und die keine Versicherung hätten, sagte Steed. Eine der Geiseln wurde bei dem Überfall 2012  getötet, zwei weitere Seeleute starben in Haft.

In den vergangenen Jahren ging die Piraterie am Horn von Afrika 2011 wegen einer europäischen Kriegsschiffmission deutlich zurück. Die Frage, ob für die jüngste Befreiung ein Lösegeld bezahlt worden ist, wollte Steed, der sich lange für die Geiseln eingesetzt hatte, laut BBC nicht beantworten.