Am frühen Mittwochmorgen hat ein Großaufgebot von Polizisten 18 Wohnungen und Objekte in Dresden und Heidenau durchsucht. Die Razzia stehe in Zusammenhang mit Ermittlungen der Generalstaatsanwaltschaft Dresden gegen die rechtsextreme Freie Kameradschaft Dresden, teilte die Generalstaatsanwaltschaft mit. Dabei gehe es um den Vorwurf der Bildung einer kriminellen Vereinigung.

Es gebe 17 Beschuldigte, sagte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Radio Dresden. Sechs Verdächtige seien festgenommen worden. Ein Haftrichter müsse nun entscheiden, ob sie in Untersuchungshaft kämen.

Der Freien Kameradschaft werden zahlreiche Straftaten zur Last gelegt, darunter versuchte Brandstiftung, Landfriedensbruch, Körperverletzungen und Sachbeschädigungen. Ihre Mitglieder sollen an Übergriffen auf Asylsuchende, deren Unterkünfte und politische Gegner beteiligt gewesen sein.

Der Gruppe gehören laut Staatsanwaltschaft 15 Männer sowie zwei Frauen im Alter zwischen 16 und 30 Jahren an. Die sechs festgenommenen Beschuldigten sollten im Laufe des Mittwoch dem Haftrichter vorgeführt werden.

Nach Angaben der Ermittler wurden bei den Durchsuchungen Pyrotechnik und Smartphones sichergestellt.