Bei einem Anschlag auf Reisebusse mit schiitischen Pilgern 120 Kilometer südöstlich von Bagdad sind laut der Nachrichtenagentur Reuters etwa 100 Menschen getötet worden. Andere Agenturen berichteten von mindestens 70 oder mindestens 90 Toten. Die Polizei der Stadt Al-Hilla teilte mit, dass mehr als 100 Menschen verletzt wurden. Die meisten der Opfer kommen aus dem Iran. 

Der Anschlag wurde von einem Selbstmordattentäter verübt, der einen Lastwagen an einer Tankstelle zur Explosion gebracht haben soll. Zu der Zeit parkten dort mindestens sieben Busse mit schiitischen Pilgern.

Die Pilger kamen aus der Stadt Kerbela, wo in den vergangenen Tagen Millionen Schiiten das Arbain-Fest begangen hatten. Aus Furcht vor Anschlägen sunnitischer Extremistengruppen hatte das Fest unter massiven Sicherheitsbedingungen stattgefunden.

Inzwischen bekannte sich die sunnitische Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) zu dem Attentat. Das IS-Sprachrohr Amak erklärte im Internet, mehr als 200 Menschen seien getötet oder verletzt worden.

Der IS verübt im Irak immer wieder Anschläge, die sich vor allem gegen die Mehrheit der Schiiten richten. Seit Mitte Oktober läuft eine Großoffensive irakischer Sicherheitskräfte auf die IS-Hochburg Mossul