Die Polizei im Kosovo hat eigenen Angaben zufolge Angriffe der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) verhindert. Unter den vereitelten Anschlägen sei auch einer auf die israelische Fußball-Nationalelf gewesen. Das Team hatte am Wochenende im benachbarten Albanien ein Qualifikationsspiel für die Weltmeisterschaft ausgetragen.

19 Verdächtige – bis auf einen Mazedonier alle Staatsbürger des Kosovo – seien Anfang November im Kosovo festgenommen worden. Seitdem sei nur einer wieder freigelassen worden. In Albanien und Mazedonien seien sechs weitere Personen in Gewahrsam genommen worden, berichtete die Polizei in Priština. Es habe sich um unabhängig voneinander operierende bewaffnete Gruppen gehandelt, die gleichzeitig Anschläge im Kosovo und auf das Fußballspiel in der Nähe der albanischen Hauptstadt Tirana geplant hätten.

In den Häusern von Festgenommenen fanden Beamte den Angaben zufolge Sprengsätze, Waffen und elektronisches Gerät. Die Verdächtigen in den drei Ländern seien von zwei Albanern koordiniert worden, die selbst zum IS in Syrien gehörten. Sie hätten "klare Ziele" gehabt, wer und wann angegriffen werden sollte, sagte die Polizei weiter.