Der Hamburger Flughafen ist mehr als eine Stunde gesperrt gewesen, weil in einem Gebäude ein Gas austrat. Zahlreiche Menschen hätten über Augenbrennen und Reizhusten geklagt, teilte die Bundespolizei mit. 68 Menschen seien untersucht worden, neun kamen in Krankenhäuser, teilte die Feuerwehr mit.

Als Auslöser vermutet die Feuerwehr Pfefferspray oder ein ähnliches Reizgas. Man habe eine entsprechende Kartusche gefunden, diese könnte die Ursache sein. Vermutlich habe ein Unbekannter das Reiz auslösende Gas in einen Luftschlitz gesprüht, von wo es sich dann über die Klimaanlage verteilt habe. Man gehe nicht von einem Terroranschlag aus.

Das Gas trat in einer Kontrollstelle aus, in der Handgepäck und Fluggäste überprüft werden. Dort habe es auch stark gerochen, sagte ein Sprecher der Bundespolizei.

Die Zufahrten zum Flughafen wurden gesperrt, auch der S-Bahn-Verkehr zum Airport war unterbrochen. Der Flugbetrieb war von 12.32 bis 13.45 Uhr lahmgelegt. Hunderte Reisende mussten bei winterlichen Temperaturen im Freien ausharren. Am frühen Sonntagnachmittag konnten alle Reisenden wieder zurück in das Gebäude.

Das Onlineportal flightradar.com, das Flugverbindungen weltweit anzeigt, zeigte etliche von Hamburg auf andere Flughäfen umgeleitete Flüge.