In Köln, Düsseldorf und Mainz haben Hunderttausende an den Rosenmontagszügen teilgenommen. Die meistpersiflierte Person auf den Wagen war Donald Trump. In Düsseldorf zeigte ein Wagen den US-Präsidenten, wie er mit verzerrtem Gesicht und hochrotem Kopf die vor ihm kniende Freiheitsstatue vergewaltigt. Auf einem anderen Wagen wurde er unter dem Titel "Blond ist das neue Braun" neben der Chefin des rechtsextremen Front National, Marine Le Pen, und dem niederländischen Rechtspopulisten Geert Wilders gezeigt. Ebenfalls mit dabei: ein blondierter Adolf Hitler und eine polnische Regierung, die kurzerhand die Demokratie verspeist.

Auch SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz fuhr in Pappmaschee nachgebildet mit. Düsseldorf zeigte ihn als Steinzeitmenschen mit Speer im Kampf gegen das ausgewachsene "Mammutti", Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Auf einem Kölner Wagen malte sich der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan die Welt, "wie sie ihm gefällt": Aus einem grauen Gefängnis wird da eine Villa Kunterbunt.

Die Umzüge fanden in diesem Jahr unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen statt. Die Zugstrecke in Köln wurde von 1.700 Polizisten bewacht, in Düsseldorf und Mainz waren es rund 1.000. Mehrere große Zufahrtsstraßen in Köln wurden von Wasserwerfern und anderen großen Polizeifahrzeugen blockiert. Wie in Düsseldorf und Mainz war auch die Kölner Innenstadt als Vorsorge gegen Terroranschläge wie auf den Berliner Weihnachtsmarkt für Lastwagen gesperrt.