Der "Islamische Staat" (IS) ist nach eigenen Angaben für den Doppelanschlag in Damaskus vom 15. März verantwortlich. Die Terrormiliz schrieb in ihrer Wochenschrift Al-Naba, zwei ihrer Kämpfer hätten die Anschläge ausgeführt. Es handelte sich um zwei Selbstmordattentate: Der eine hatte eine Bombe im Justizpalast der Stadt gezündet, ein zweiter Angreifer hatte sich in einem Restaurant in die Luft gesprengt.

Die Attentäter begingen die Tat am sechsten Jahrestag des Beginns des Syrien-Konfliktes. Mittlerweile sind in dem Bürgerkrieg mindestens 400.000 Menschen gestorben. Die von der syrischen Regierung kontrollierten Gebiete sind in den vergangenen Wochen mehrfach zum Ziel von Bombenattentaten geworden.

So etwa Ende Februar, als Selbstmordattentäter in der Stadt Homs nach Angaben von Aktivisten mehr als 40 Menschen töteten. Die Angriffe richteten sich gegen Gebäude des Militärgeheimdienstes und der Staatssicherheit. Unter den Opfern war auch der Chef des Militärgeheimdienstes der Stadt. Zu den Anschlägen bekannte sich ebenfalls die Al-Kaida-nahe Organisation.

Zuletzt haben die Dschihadisten sowohl in Syrien als auch im Irak an Einfluss verloren. Mossul, die letzte IS-Hochburg im Irak, ist inzwischen größtenteils von der irakischen Regierungsarmee mit Unterstützung der Anti-IS-Koalition zurückerobert worden. Die aus 68 Staaten bestehende Allianz unterstützt auch den Vorstoß arabischer und kurdischer Kämpfer auf die nordsyrische Stadt Rakka, die der IS zu seiner Hauptstadt ausgerufen hat.