Zwei Wochen nach dem Bombenanschlag auf die Metro in St. Petersburg hat der russische Inlandsgeheimdienst FSB einen mutmaßlichen Organisator des Attentats festgenommen. Der 27-Jährige stamme aus Zentralasien. Laut FSB soll er den mutmaßlichen Täter Akbarschon Dschalilow ausgebildet haben.

Die staatliche Agentur Ria Nowosti zeigte im Internet einen Videoclip. Darin ist zu sehen, wie Einsatzkräfte den Mann an einem Vorstadtbahnhof bei Moskau überwältigten und ihm eine Schusswaffe abnahmen.

Dschalilow hatte laut Behörden am 3. April in der U-Bahn von St. Petersburg 14 Menschen mit in den Tod gerissen. Es ist das erste Mal, dass die russischen Stellen im Zusammenhang mit Dschalilow von einem Selbstmordattentäter sprachen. Bislang hatten sie mitgeteilt, Dschalilow habe die tödliche Bombe "gezündet".

Wenige Tage nach dem Anschlag hatte die russische Justiz bereits acht Festgenommene wegen "Unterstützung des Terrorismus" beschuldigt. Sechs von ihnen waren in St. Petersburg und die beiden anderen in Moskau festgenommen worden. Sechs der Verdächtigen stammen aus Zentralasien. Der mutmaßliche Attentäter selbst stammte aus Kirgisistan.

Das Motiv für den Anschlag ist weiter unklar, die Ermittler prüfen jedoch mögliche Verbindungen Dschalilows zur Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS).