Der frühere US-Präsident Barack Obama kommt wieder nach Deutschland. Er soll im Mai beim Evangelischen Kirchentag in Berlin auftreten. Die Veranstalter teilten mit, Obama werde an einer Diskussion mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vor dem Brandenburger Tor teilnehmen. Das Thema laute Engagiert Demokratie gestalten – Zuhause und in der Welt Verantwortung übernehmen. Der Termin werde vom Kirchentag und der Obama-Stiftung gemeinsam verantwortet und vorbereitet, hieß es.

Die Veranstalter erwarten zum Kirchentag vom 24. bis 28. Mai 140.000 Besucher in Berlin. Zum Abschlussgottesdienst in Wittenberg sollen bis zu 200.000 Menschen kommen. Das Fest steht in diesem Jahr im Zeichen von 500 Jahren Reformation. 1517 hatte der Theologe Martin Luther seine 95 Thesen gegen den Ablasshandel verfasst und sie der Überlieferung nach an die Tür der Wittenberger Schlosskirche geschlagen.

Obama, der das Amt des US-Präsidenten zu Jahresbeginn an Donald Trump übergeben hat, gehörte früher einer christlichen Kirchengemeinde in Chicago an. Er kommt zum achten Mal nach Deutschland. Bei seinem ersten Besuch war er noch Senator, danach reiste er sechsmal als Präsident nach Deutschland. Er besuchte Baden-Baden, Kehl, Dresden, Buchenwald und Rheinland-Pfalz.

Im Jahr 2013 hielt Obama eine Rede vor dem Brandenburger Tor, 2015 weilte er auf dem G7-Gipfel auf Schloss Elmau in Bayern. Im April 2016 eröffnete er gemeinsam mit Merkel die Messe in Hannover und verabschiedet sich sieben Monate später auf seiner letzten Europareise als Präsident persönlich von ihr in Berlin. Merkel war für Obama die nach seinen Worten "wichtigste ausländische Partnerin" in seiner Amtszeit.

Amtseinführung - Trumps und Obamas Reden im Vergleich Der Tonfall in den Reden zur Amtseinführung von Barack Obama 2009 und Donald Trump 2017 unterscheidet sich erheblich. Wir haben Auszüge nebeneinander gestellt. © Foto: Zeit Online