Bei einem Antiterroreinsatz in der Nähe von Leipzig hat die Polizei einen Mann festgenommen. Er stehe im Verdacht, eine schwere staatsgefährdende Straftat vorbereitet zu haben, teilte die Polizei mit. Es handelt sich demnach um einen Mitte 20 Jahre alten Nordafrikaner.

Der Verdächtige wurde in der Nacht zum Samstag bei einem Großeinsatz in einem Flüchtlingsheim in Borsdorf von Spezialkräften des Landeskriminalamtes (LKA) in Gewahrsam genommen. Nach Angaben des LKA gab es am Freitagabend Hinweise auf eine mögliche Straftat. Noch in der Nacht wurde daraufhin bei der Leipziger Polizeidirektion eine Sondereinheit zusammengestellt, die intensiv "an der Bewältigung der Lage" gearbeitet habe. "In den frühen Morgenstunden konnte der Tatverdächtige durch Spezialkräfte des Landeskriminalamtes festgenommen werden", sagte LKA-Sprecher Tom Bernhardt.

Nach Informationen der Leipziger Volkszeitung handelt es sich um denselben Mann, der vor zwei Monaten mit einer Bombendrohung einen Großeinsatz der Polizei am Bildungs- und Technologiezentrum in Borsdorf ausgelöst hatte. Am 8. Februar hatte ein Mann zwei Schüler davor gewarnt, die Schule zu betreten, weil sich in seinem Rucksack angeblich eine Bombe befände. Die Schüler informierten daraufhin die Schulleitung, die das Gelände räumen ließ. Der Unbekannte wurde damals als südländischer, etwa 1,80 Meter großer Mann zwischen 30 und 35 Jahren beschrieben. Die Polizei fand damals weder den Tatverdächtigen noch Sprengstoff.

Wie die Leipziger Volkszeitung weiter schreibt, könnte der Festgenommene einen Anschlag in Berlin geplant haben. Dies bestätigte die Staatsanwaltschaft in Leipzig jedoch nicht.