Mehr als zwei Wochen nach dem Terroranschlag von London ist eine rumänische Touristin ihren schweren Verletzungen erlegen. Die Zahl der Opfer stieg damit nach Polizeiangaben auf fünf – mit dem von der Polizei erschossenen Attentäter sind es sechs. Dutzende weitere Menschen wurden verletzt. 

Die 31-jährige Rumänin war bei dem Anschlag am 22. März in die Themse gestürzt und kurz darauf aus dem kalten Wasser gerettet worden. Seither wurde sie in einem Krankenhaus behandelt. Am Donnerstag seien die lebenserhaltenden Maßnahmen jedoch eingestellt worden, sagte die Polizei.  

Anschlag in London - Das Anschlagsschema Der Angriff in London passt in ein bestimmtes Muster. Weniger eindeutig ist eine Verbindung des Täters zur Terrororganisation "Islamischer Staat", die die Tat für sich beansprucht. © Foto: AFP-TV

Der Attentäter Khalid Masood war am 22. März auf der Westminster-Brücke mit seinem Auto in eine Gruppe von Passanten gerast. Er tötete zwei Fußgänger und erstach anschließend einen Polizisten, bevor er selbst erschossen wurde. Ein bei dem Anschlag schwer verletzter 75-Jähriger starb einen Tag später im Krankenhaus. Die Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) reklamierte die Tat für sich. Die Polizei geht bisher in ihren Ermittlungen davon aus, dass es sich bei Masood um einen Einzeltäter handelte.

Der Anschlag von London wurde auf den Tag genau ein Jahr nach den Anschlägen in Brüssel verübt, bei denen islamistische Selbstmordattentäter 32 Menschen getötet und mehr als 300 weitere verletzt hatten. In der Ausführung weist der Londoner Anschlag Parallelen zu den Attentaten von Nizza und Berlin im vergangenen Jahr auf, bei denen die Angreifer ebenfalls Fahrzeuge als Waffe eingesetzt hatten.