Ein Verdächtiger, der am Wochenende bei einem Antiterroreinsatz in Sachsen festgenommen wurde, plante Ermittlern zufolge einen Anschlag. Die russische Botschaft in Berlin sei "das potenzielle Angriffsziel" gewesen, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Dresden. 

Bei dem Verdächtigen, der in einer Flüchtlingsunterkunft in Borsdorf bei Leipzig wohnte, handele es sich um einen 24-jährigen Marokkaner. Haftbefehl sei bislang nicht erlassen worden. Der Mann befinde sich in Polizeigewahrsam, es werde wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat gegen ihn ermittelt.

Dem 24-Jährigen wird auch vorgeworfen, für eine Bombendrohung gegen eine Berufsschule in Borsdorf verantwortlich zu sein. Ein Ermittlungsverfahren zu dem Fall gebe es bei der Staatsanwaltschaft Leipzig. Laut Polizei hatte ein Unbekannter zwei Schülern vor dem Bildungs- und Technologiezentrum der Handwerkskammer in Borsdorf gesagt, sie sollten nicht in die Schule gehen, da er eine Bombe im Rucksack habe. Dann betrat er das Schulgelände und verschwand. Die Schüler informierten die Schulleitung, die Polizei startete einen Großeinsatz, evakuierte das Gebäude, fand bei einer Durchsuchung allerdings nichts.