Unbekannte haben einen Brandanschlag gegen eine Berliner Flüchtlingshelferin verübt. Sie zündeten in der Nacht ihr Auto an, das neben einem Haus im Stadtteil Neukölln-Britz abgestellt war. Der Wagen brannte laut Polizei vollständig aus, verletzt wurde niemand. Das Gebäude blieb bis auf Rußspuren unversehrt.

Laut Berliner Morgenpost rückte die Feuerwehr an und konnte verhindern, dass das Haus Feuer fing. Die Täter hätten auch Schmierereien an dem Haus hinterlassen. 

Nach Angaben der sozialistischen Jugendorganisation Die Falken und der SPD ist die Besitzerin des Autos aktiv in der Flüchtlingshilfe und engagiert sich in einer Bürgerinitiative gegen Rechtsextremismus. Ihre Kinder sind Mitglieder bei den Falken. Tim Haverland, Vorsitzender der Neuköllner Falken, verurteilte die Tat: "Auch diesmal ist die Handschrift des Anschlags eindeutig rechtsextrem: Feige, nachts, gegen aktive Falken."

Da ein politisches Motiv für den Anschlag nahe liegt, übernahm der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt die Ermittlungen. Seit Oktober hatten sich derartige Vorfälle in dem Stadtbezirk gehäuft, die Polizei richtete eine spezielle Ermittlungsgruppe ein.