Innerhalb von 24 Stunden sind mindestens 2.121 Flüchtlinge aus dem Mittelmeer gerettet worden. Die Menschen seien am Freitag und Samstagmorgen bei 17 verschiedenen Einsätzen aufgegriffen worden, teilte die italienische Küstenwache mit. Es sei auch ein Toter geborgen worden. Sieben Menschen, darunter ein Baby, hätten mit Schnellbooten ins Krankenhaus gebracht werden müssen.

An der Aktion waren auch die deutschen Hilfsorganisationen Jugend Rettet und Sea-Eye beteiligt. Erst am Donnerstag waren etwa 2.300 Flüchtlinge auf der zentralen Mittelmeerroute von Libyen in Richtung Italien aus Seenot gerettet worden.

An Italiens Küsten kommen derzeit die meisten Migranten an. Seit Jahresbeginn waren es 46.000 Menschen. Das sind 30 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Der Internationalen Organisation für Migration (IOM) zufolge starben dieses Jahr bereits fast 1.250 Menschen vor der libyschen Küste.

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Flüchtlinge aus Afrika, aber auch aus dem Nahen Osten, treten von Libyen aus die gefährliche Überfahrt über das Mittelmeer ins rund 300 Kilometer entfernte Italien an. Nach Angaben internationaler Organisationen halten sich derzeit 800.000 bis eine Million Menschen in Libyen auf, die auf eine Überfahrt nach Europa hoffen. Die meisten von ihnen stammen aus afrikanischen Ländern südlich der Sahara. In libyschen Haftzentren werden 7.000 bis 8.000 Migranten ohne gültige Papiere festgehalten.