Ein Fund von Sprengstoffelementen am Niederrhein scheint Hinweise auf einen geplanten Anschlag zu geben. Die Staatsanwaltschaften in Kleve und Düsseldorf teilten mit, dass die politische Abteilung der Staatsanwaltschaft in Düsseldorf das Verfahren übernehme. Ermittelt werde wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat.

Die Sprengstoffgrundstoffe wurden vor zwei Wochen von Polizisten in einer Garage eines 24-Jährigen in Neukirchen-Vluy gefunden. Die Polizisten suchten eigentlich nach Diebesgut aus Einbrüchen. Die Menge der Stoffe sei erheblich gewesen. Sie hätten zum Bau von Bomben verwendet werden können.

Der Fund führte zu Untersuchungen und verschiedenen Ermittlungen in der Region. Auch gab es mehrere Festnahmen. Ein Haftrichter ordnete Untersuchungshaft wegen des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz an. Von vier Beschuldigten sitzen weiterhin drei in Untersuchungshaft, sagte ein Sprecher der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft.

Zu den etwaigen politischen Hintergründen des Fundes äußerten sich die Ermittler zunächst nicht. "Wir ermitteln in alle Richtungen. Momentan können wir keinen Bereich ausschließen", sagte ein Polizeisprecher bereits nach dem Fund. Wie viele Verdächtige es insgesamt gibt, teilten die Behörden ebenfalls nicht mit.