Zwei Tage nach den schweren Anschlägen von Teheran haben die iranischen Behörden nach eigenen Angaben 41 Verdächtige festgenommen. Unter ihnen seien Agenten, Einsatzteams und wichtige Koordinatoren der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS), teilte das Geheimdienstministerium mit. Die Verdächtigen seien in Teheran und den nordwestlichen Provinzen Kermanschah, Kurdistan und West-Aserbaidschan festgenommen worden.

Bei den Festnahmen seien auch Dokumente und Ausrüstung für Anschläge sichergestellt worden, teilte das iranische Innenministerium im staatlichen Fernsehen mit. Kurz nach den Anschlägen hatte es bereits Festnahmen gegeben. Fünf Attentäter hatten am 7. Juni das Parlament im Stadtzentrum und das Mausoleum von Revolutionsführer Ajatollah Ruhollah Chomeini südlich von Teheran gestürmt. Dabei sind nach offiziellen Angaben 17 Menschen getötet worden. 

Die Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" hatte sich noch während der Anschläge zu der Tat bekannt. Die Attentäter wurden als iranische IS-Mitglieder identifiziert. Der IS hatte zuvor wiederholt mit Anschlägen im Iran gedroht. Die Anschläge waren jedoch die ersten größeren Attentate der Miliz in dem Land.

Tausende Menschen versammelten sich zu Trauermärschen auf den Straßen der iranischen Hauptstadt. Dabei machten viele die USA und Saudi-Arabien für die Anschläge mitverantwortlich. Außerdem riefen sie Parolen gegen Israel. Irans geistliches Oberhaupt Ajatollah Ali Chamenei hatte in einer Beileidsbotschaft davor gewarnt, dass die Taten auch "den Hass auf die US-Regierung und ihre Agenten in der Region" verstärken würde.