Die iranischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben Stellungen der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) in Syrien bombardiert. Mittelstreckenraketen seien von Luftwaffenstützpunkten im Westen Irans abgefeuert worden, teilten Irans Revolutionsgarden mit. Bei dem Angriff seien etliche IS-Terroristen getötet worden. Zudem seien Waffenlager der Terrormiliz zerstört wurden. Aus Syrien gab es dazu zunächst keine offizielle Reaktion.

Der Angriff sei die Strafe für die "kriminellen Terroristen" und die Rache für die Opfer der Doppelanschläge vom 7. Juni, teilte der Iran mit. Zudem solle er eine Warnung an die Terroristen und ihre Anhänger sein, solche Attentate im Iran nicht zu wiederholen. "Sonst droht ihnen der Weg in die Hölle."

Bei den Anschlägen in Teheran hatten sechs Terroristen das Parlament und das Mausoleum des Revolutionsführers Ayatollah Ruhollah Chomeini angegriffen. Bei dem Doppelanschlag wurden mindestens 18 Menschen – darunter die Attentäter – getötet und 40 verletzt. Nach Angaben des iranischen Sicherheitsrates waren die sechs Attentäter Iraner.

Der IS bekannte sich zu den Anschlägen. Für die sunnitische Terrormiliz ist der schiitische Iran ein Erzfeind, besonders da iranischen Streitkräfte in die Kämpfen gegen die Terrormiliz in Syrien und Nordirak involviert sind.