Waldbrände in Portugal

Am Samstag sind im Kreis Pedrógão Grande in Portugal schwere Waldbrände ausgebrochen.

Die portugiesischen Behörden haben die Anzahl der Toten durch den verheerenden Waldbrand auf mindestens 62 korrigiert. Zuvor hatten sie von 61 gesprochen. Mehr als 60 Menschen wurden verletzt. Die Regierung ordnete eine dreitägige Staatstrauer an.

Noch immer sind nicht alle Flammen gelöscht. Neben dem Feuer in der Kleinstadt Pedrógão Grande brannte es am Sonntag an mindestens vier weiteren Orten. 2.000 Rettungskräfte sind mit 620 Personen im Einsatz, wie die staatliche Nachrichtenagentur Lusa mitteilte. Polizei und Feuerwehr suchen in abgelegenen Waldstücken und Häusern nach weiteren Leichen.

Spanien schickte am Sonntag vier Flugzeuge zur Unterstützung der Feuerwehr, Frankreich sendete drei. Auch die griechische und die deutsche Regierung boten Hilfe an.

Nach Behördeneinschätzungen hatte ein Blitz während eines Trockengewitters den Flächenbrand ausgelöst. Dazu kann es kommen, wenn die Luft so heiß ist, dass der Regen verdunstet, ehe er den Boden erreicht. In der betroffenen Region herrschen Temperaturen von bis zu 40 Grad. Die Gegend liegt knapp 200 Kilometer nordöstlich von Lissabon.

Das Feuer konnte sich wegen starker Winde schnell ausbreiten. Es schloss mehrere Autos auf einer Nationalstraße ein. Ganze Dörfer wurden eingekesselt. Es ist der Waldbrand mit den meisten Todesopfern in Portugal seit Beginn der Aufzeichnungen. Ministerpräsident António Costa sagte: "Die Tragödie schockiert uns durch ihre Dimension."

Portugal - Portugal ruft dreitägige Staatstrauer aus Beim schwersten Waldbrand in der Geschichte Portugals sind mehr als 60 Menschen durch die Flammen gestorben. Der Brand war vermutlich durch einen Blitzeinschlag ausgelöst worden. © Foto: Rafael Marchante / Reuters