Beim Einsturz eines fünfstöckigen Wohnhauses in der indischen Finanzmetropole Mumbai sind mindestens zwölf Menschen ums Leben gekommen, 14 erlitten bei dem Einsturz in der indischen Finanzmetropole Verletzungen. Es wurde befürchtet, dass weitere 25 Menschen noch unter den Trümmern begraben sind.

Rettungskräfte, Polizisten und Anwohner halfen, 13 Verschüttete zu befreien. Sie suchten in dem Berg aus Schlamm, Beton und verdrehten Stahlträgern nach weiteren Menschen. Bewohner eines Nachbarhauses wurden aufgefordert, ihre Wohnungen zu verlassen, nachdem an dessen Wänden als Folge des Einsturzes Risse aufgetreten waren.

Örtliche Medien spekulierten, dass zwischen 20 und 40 Menschen in dem Haus gewesen waren könnten, als es eingestürzt war. Heftiger Monsunregen hatte zwei Tage zuvor Überschwemmungen in der Finanz- und Unterhaltungsmetropole an der Westküste des Landes verursacht. Ob das Wetter bei dem Einsturz eine Rolle spielte, war zunächst offen. Hauseinstürze sind in der Monsunsaison mit ihren starken Niederschlägen keine Seltenheit in Indien.

Bei den Überschwemmungen der vergangenen Tage in Mumbai sind außerdem mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. Fünf weitere seien wahrscheinlich ertrunken, aber noch nicht geborgen, sagte eine Polizeisprecherin. Nach den heftigsten Regenfällen seit zwölf Jahren war die Stadt mit fast 20 Millionen Einwohnern praktisch zum Erliegen gekommen. Seit Mittwoch sinkt der Wasserpegel wieder.

Angesichts hoher Nachfrage und laxer Kontrollen werden Häuser oft mit minderwertigem Material gebaut oder einfach ohne Genehmigung aufgestockt. In Mumbai sind zudem viele Häuser mehr als 100 Jahre alt – ihre Fundamente sind von dem heftigsten Regen einer Monsunsaison seit mehr als 15 Jahren geschwächt. Die Regenzeit in Indien dauert von Juni bis September.

Überschwemmungen - Hunderte Tote in Indien Tagelanger Regen hat zu schweren Überschwemmungen im Westen und Nordosten Indiens gesorgt. Mehr als zwei Millionen Menschen sind betroffen, 514 laut offiziellen Angaben gestorben. © Foto: Anuwar Hazarika, Reuters

Bei Überschwemmungen in Südasien sind in der diesjährigen Monsunzeit bereits mehr als 1.500 Menschen ums Leben gekommen. Allein in Indien starben seit Juni laut aktuellen Zahlen der örtlichen Behörden mehr als 1.300 Menschen. Nordöstliche Bundesstaaten Indiens sind am stärksten betroffen. In Nepal und Bangladesch waren es nach Angaben der Behörden und des Roten Kreuzes jeweils etwas mehr als 140 Tote – die meisten seit der zweiten Augustwoche, als es tagelang heftig regnete. Je ein Drittel der Fläche Nepals und Bangladeschs stand zwischenzeitlich unter Wasser.