Frankfurt am Main - Zwei-Tonnen-Fliegerbombe entschärft Der Kampfmittelräumdienst hat in Frankfurt am Main erfolgreich eine Luftmine entschärft. Mehr als 60.000 Menschen mussten dafür ihre Wohnungen verlassen. © Foto: Boris Roessler/dpa

Erleichterung in Frankfurt am Main: Eine fast zwei Tonnen schwere Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist erfolgreich entschärft worden. "Es ist geschafft", schrieb die Polizei auf Twitter. Die Entschärfung der Sprengbombe dauerte etwa drei Stunden und gestaltete sich komplizierter als gedacht. Laut Polizeiberichten konnte bei zwei der drei Zünder die Sprengladung beim Ausbau zunächst nicht mit entfernt werden. Die Sprengkapseln mussten vor Ort gesprengt werden. Die Bombe kann damit nun transportfertig gemacht werden. Erst danach dürfen die Anwohner wieder in ihre Häuser.

Schon zu Beginn war es zu Verzögerung gekommen: Die Entschärfung konnte erst mit fast zweieinhalb Stunden Verspätung begonnen werden, weil Menschen länger als erlaubt im Gefahrenbereich blieben. Die Polizei nahm jemanden in Gewahrsam, der das Sperrgebiet auch nach Aufforderung nicht verlassen wollte. Mehr als 60.000 Anwohner hatten die Sperrzone im Umkreis von 1,5 Kilometern um den Fundort der Luftmine räumen müssen. Zwei Krankenhäuser und viele Altenheime wurden bereits am Samstag evakuiert.

Mehrere Tausend Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Hilfsorganisation waren an der Räumung und der Sicherung der Zone beteiligt. Es war die größte Massenevakuierung der Nachkriegszeit. Die weiträumige Sperrzone wurde wegen der starken Sprengkraft der Bombe eingerichtet. Die 1,8 Tonnen schwere und mit 1,4 Tonnen Sprengstoff gefüllte Weltkriegsbombe war am Dienstag auf einer Baustelle nahe der Frankfurter Universität gefunden worden.