Chiapas - Tote durch Erdbeben in Mexiko Ein Erdbeben der Stufe 8 hat Mexiko erschüttert. Obwohl das Epizentrum 700 Kilometer von Mexiko-Stadt entfernt war, spürten die Einwohner der Hauptstadt die Erdstöße. © Foto: Eduardo Verdugo/AP/dpa

Eines der bisher schwersten Erdbeben hat Mexiko erschüttert. Staatspräsident Enrique Peña Nieto gab die Stärke des Bebens vor der Pazifikküste mit 8,2 an. "Es handelt sich um ein Beben großen Ausmaßes", sagte Peña Nieto im Fernsehen. Die Erdstöße waren auch im etwa 700 Kilometer entfernten Mexiko-Stadt sowie in den Bundesstaaten Puebla, Veracruz und Guerrero zu spüren. Für die gesamte Region wurde eine Tsunamiwarnung ausgegeben. 

Das Seismologische Institut hatte zunächst eine Stärke von 8,4 ermittelt, die US-Erdbebenwarte USGS hatte eine Stärke von 8,1 gemessen. Das Beben ereignete sich 137 Kilometer südwestlich von Tonalá im Bundesstaat Chiapas in 19 Kilometern Meerestiefe. Es kam zu mindestens 42 Nachbeben.

Im Bundesstaat Tabasco starben ein Baby und ein Kind, im Bundesstaat Chiapas zwei Frauen.

Das Pazifik-Tsunamiwarnzentrum prognostizierte hohe Wellen vor Ecuador, El Salvador und Guatemala. Vor Salina Cruz habe es Wellen mit einer Höhe von einem Meter über der Gezeitenhöhe gegeben, hieß es. Auch kleinere Tsunamiwellen seien an der Küste beobachtet worden. Für den US-Staat Hawaii und den westlichen und südlichen Pazifik gab es keine Tsunamigefahr.

Nähere Angaben über Schäden oder weitere Opfer waren zunächst nicht bekannt. Peña Nieto kündigte rasche Notfallmaßnahmen an. Er habe eine sofortige Krisensitzung der zuständigen Regierungsstellen angeordnet, "um die Lage zu überwachen, zu bewerten und um Maßnahmen zu ergreifen", teilte er auf Twitter mit. 

Die betroffene Region liegt auf dem Pazifischen Feuerring, in dem es immer wieder zu heftigen Erdbeben kommt. Das Beben war auch in Mexikos Nachbarland Guatemala stark zu spüren und hatte dort eine Stärke von 7,7. Im Golf von Mexiko ist derzeit außerdem der Hurrikan Katia unterwegs. Im Osten Mexikos könnte es am Freitag und am Wochenende zu heftigem Regen und Sturmböen kommen.